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Herzlich Willkommen

Hier möchte ich in zukunft einige meiner Projekte online stellen. Dabei wird es hauptsächlich um meine derzeitigen Hobbys Spinnen und Färben gehen. Eventuell auch ein wenig übers Mittelalter. Mal sehen.

Im Bild am Kopf der Seite kannst Du schon einen Teil meiner Spinn- und Färbeergebnisse sehen. Es handelt sich um handgesponnende Eiderwolle, die ich mit Tagetes, Krapp und Zwiebelschalen gefärbt habe.

(Samstag, 22. Okt, 2005 @ 13:56:24)

6.5.07 10:57


Aller Anfang

Die erste Frage, die ein interessierter Mitmensch stellt, wenn es um das Spinnen von Wolle geht, ist sicherlich "Wie bist Du denn zu diesem ungewöhnlichen Hobby gekommen?"

Jede Spinnerin und jeder Spinner hat da sicher seine eigene spannende Geschichte zu erzählen. Meine ist ganz unspektakulär. Vor ca. einem Jahr, im Herbst 2004, fiel mir beim Durchblättern eines Bastelkatalogs eine Handspindel ins Auge. Wie funktioniert das wohl, fragte ich mich. Ich recherchierte im Internet und stoß direkt auf die Homepage von Flinkhand. Flinkhand hat dort eine tolle Anleitung zum Spinnen mit der Handspindel. Sah ja alles nicht zu schwierig aus.
Leider war die Handspindel in dem besagte Bastelkatalog nicht wirklich günstig. Außerdem ist es ja nicht so, dass ich bis dahin keine anderen Hobbies hatte. Noch etwas neues anfangen? Das war auch das erste, was meine Mama zu dem Thema sagte. Womit sie wie gesagt, nicht ganz unrecht hatte. Also bestellten wir bei dem Bastelversand und die Spindel wurde nicht geordert.
Was soll ich Euch sagen? Es gibt ja ebay! Kennt Ihr das auch? Man schaut in seine gewohnte Rubrig, es gibt nichts interessantes Neues, man überlegt, wonach man noch suchen könnte... Und schwups hat man eine Auktion gefunden, in der eine Handspindel mit Anleitung und Probewolle (in quitschbunten Farben) angeboten wird, derren Verkäuferin zufällig auch noch Wolle im Kammzug in Naturfarben anbietet.

Es dauerte nicht allzu lange, bis die Handspindel bei mir ankam. Oh weh, bei Flinkhand sah das doch alles so einfach aus. Nicht mal das "Anspinnen" klappte richtig! Tip für Anfänger: Am Anfang tut es auch ein Knoten zwischen Anfangsfaden und der zu spinnenden Wolle, aus der mit den Fingern schon ein kurzer "Fadenanfang" gedreht wird.

Ich produzierte also fleißig die allseits bekannten, bei Anfängern wenig beliebten "schwangeren Flauschwürmern". Und es wurde und wurde nicht besser. Ich übte und übte, holte mir Tips im Forum und nichts, aber auch gar nichts wurde besser. Bis... ja, bis ich endlich von der mitgelieferten, bunten Märchenwolle auf die mitgekaufte Wolle im Kammzug umstieg.
Siehe da, der Faden wurde gleichmäßig!. Erst dick, dann sogar immer dünner. Und die Flauschwürmer waren schon gar nicht mehr schwanger!
Merke: Wenn mit einer Handspindel Wolle mitgelieftert wird, die sich bestenfalls zum Filzen, aber keinesfalls zum Spinnen eignet, dann kann das auch nichts werden!

Nach diesem Erfalgserlebnis sponn ich in jeder freien Minute. Der Faden wurde mittlerweile so dünn, dass es lange dauerte, bis die Spindel voll war. Zum Haspeln wickelte ich ihn um die Beine eines umgedrehten Pflanzenhockers, feuchtete ihn leicht mit Wasser aus einer Pflanzenspritzflasche an und verzwirnte ihn mit dem nächsten so gefertigten Faden, ebenfalls auf der Handspindel.

Ich bin froh, dass ich mit dem Spinnen begonnen habe, denn es gibt nichts beruhigenderes und entspannenderes.

(Sonntag, 23. Okt, 2005 @ 11:37:02)

6.5.07 11:02


Wie schnell muss die Handspindel drehen?

Das ist eine Frage, die ich mir am Anfang häufig gestellt habe.

Irgendwann genügt es einem nicht mehr, einen schönen, gleichmäßigen Faden zu erzeugen. Man möchte, dass der Faden sich nicht direkt "verkringelt", wenn man die Spannung ein bißchen löst und diese komischen Knötchen bildet.

Auf irgendeiner Homepage zum Thema Spinnen hatte ich gelesen, dass man einen gehaspelten Strang Wolle hochhalten soll, um die Fadenspannung zu überprüfen. Wenn sich das untere Ende gegen das obere, festgehaltene Ende verdrehen würde, wäre mit zu viel oder zu wenig Drall gesponnen worden.

Das ist ja eine ganz nette Art, seine fertige Wolle zu kontrollieren, hilft aber (dem Anfänger) beim Spinnen selber auch nicht weiter. Natürlich ist das alles Übungssache. Aber folgendes kann ich als Tip weitergeben:

Der Faden soll so wenig Drall haben wie möglich, aber so viel wie nötig.

Wenn die Handspindel mit einem kleinen Poltern und einem Fäkalwort begleitet zu Boden fällt, war es zu wenig.
Ebenfalls zu wenig Spannung war es, wenn der Faden beim verzwirnen oder verarbeiten reißt.
Zu viel Spannung ist es, wenn man den Faden mit Gewalt außereinander halten muss, damit er sich nicht mit sich selbst verzwirnt und "Knötchen" macht.

Mit der Handspindel kann man die Spannung so regulieren:

Je schneller die Spindel dreht und je weniger man die Wolle auszieht, desto mehr Drall hat die Wolle.

Zieht man die Wolle bei gleichbleibender Spindeldrehung schneller aus, ist der Drall weniger.

Dreht man die Spindel langsamer bei gleichbleibendem Wollauszug, ist der Drall weniger.

(Sonntag, 23. Okt, 2005 @ 11:58:49)

6.5.07 11:04


Schon wieder Sonntag abend

Nichts gegen Montag. Nein wirklich nicht. Ich mag meinen Job und möchte ihn gegen keinen anderen tauschen! Trotzdem wäre ein bißchen mehr freie Zeit manchmal gar nicht so übel.

Jeder, der in Vollzeit berufstätig ist und nebenbei noch Hobbies hat, der wird das gut kennen. Das ganze Wochenende liegt vor einem. Also ganze zwei Tage, an dem gewerkelt werden kann. Wenn... ja, wenn nicht das bißchen Haushalt auch noch warten würde. In der Woche bleibt eh alles liegen. Nach Feierabend hat man eh nur nur den Quellcode im Kopf, der irgendwie noch nicht ganz rund läuft. Da macht man nichts. Zumindest geht mir das so. Freitag abend muss ich immer zusehen, dass ich da wieder gedanklich raus komme. Eben um den Kopf für meine Hobbies frei zu haben.

Und nachdem Samstag dann erstmal eingekauft, ein bißchen sauber gemacht und das gröbste Chaos beseitigt wurde, ein paar eMails beantwortet und Telefonate getätigt wurde, ab und zu auch mal mit Freunden getroffen ist mittlerweile schon Sonntag Mittag. Also noch das ganze Wochende Zeit um endlich den Rufen des Spinnrads zu folgen.

Ganz ehrlich, ich freu mich morgen auf die Arbeit. Aber ich freu mich auch auf das nächste Wochenende. Um ganze zwei Tage Zeit für mein Spinnrad zu haben...

(Sonntag, 23. Okt, 2005 @ 19:06:18)

6.5.07 11:05


So schön dunkelblau...

...fast schwarz ist der ersten Farbzug meiner Färbung mit Blauholz geworden! Und das nach nur 30 Minuten im Färbebad. Die nächsten beiden Züge haben ein kräftiges sehr dunkles lila (sieht recht edel aus) und ein etwas helleres, aber immer noch als dunkel zu bezeichnendes lila ergeben. Nach drei Zügen ist mir leider die Wolle ausgegangen. Ein vierter wäre bestimmt auch noch was geworden...


Auf dem Foto kommen die Farben leider nicht so gut rüber. In natura sind sie noch viel dunkler.

Die Wolle hängt jetzt zum Trocknen in der Küche. Mal sehen, ob die Farben noch so kräftig sind, wenn die Wolle trocken ist. Gestern musste ich mir sagen lassen, dass die Farbe aus Blauholz gar nicht lichtecht ist. Das ist vielleicht doof. Aber ich werde das mal abwarten. Hoffentlich verblasst sie nicht ganz so stark.

(Samstag, 05. Nov, 2005 @ 11:50:25)

6.5.07 11:13


So ein Mist...

Nö, Gedanken hab ich mir über Viecher bisher kaum welche gemacht. Gebe ich ja zu. Von daher bin ich eigentlich selber Schuld. Aber warum ausgerechnet die pflanzengefärbte Wolle???

Was passiert ist? Ich habe am Wochende irgendein Viechzeugs in meiner handgesponnenden, pflanzengefärbten Wolle gefunden. Ich wollte doch nur eine Kette für´s Brettchenweben schären. Dabei ist mir dann der weiße Krümmelkram in der Wolle aufgefallen. Bei näherem Hinsehen kann man dann kleine graue Punkte in den weißen Krümmeln finden. Ich habe keine Ahnung, was das sein könnte.

Vorsichtshalber habe ich erstmal bei IKEA diese durchsichtigen Plastikboxen geordert, um meine übrige Wolle wenigstens etwas besser zu schützen.

Die befallende Wolle habe ich in den Gefrierschrank verbannt. Die werde ich wohl noch einmal auftauen und wieder einfrieren, damit die Viecher nicht nach dem "Winterschlaf" fröhlich weiterkrabbeln.

So was ärgerliches. Warum ausgerechnet die pflanzengefärbte? Daneben lag ein ganzer Korb mit farbig gekaufter Wolle. Hätten die nicht diese Wolle nehmen können? *schnief*

(Dienstag, 29. Nov, 2005 @ 07:06:59)

6.5.07 11:14


Quitschen vs. Ölflecken

Gestern abend fing mein Spinnrad mit einem mal an zu quitschen. Erst ganz leise, dann immer lauter. Da ich nun aber zur Entspannung spinne, und ein quitschendes Rad eben nicht unbedingt dazu beiträgt, kramte ich mein Ashford-Spinnrad-Öl hervor, um meinem Traditional das Quietschen wieder abzugewöhnen.

Zum Glück hatte ich mir irgendwann einmal die Anleitungen zu meinem Spinnrad von der Ashford-Homepage ausgedruckt. Da ich meins gebraucht gekauft habe, war die Anleitung nicht von vornerein dabei. Da steht auch etwas zur Pflege, also zum Ölen drin. Für die Verbindungen am Trittbrett empfehlt Ashford kein Öl sondern Kerzenwachs?! Da muss ich direkt nochmal meine Freundin fragen, wieso. Naja, langer Rede kuzer Sinn, ich hab also allen möglichen Stellen einen Tropfen Öl verpasst. Dummerweise ist mein Spinnrad nicht lackiert, sondern rein natur. An manchen Stellen hat das Holz sofort das Öl aufgesaugt, bevor es an seinem "Zielort" angelangt war. Und da sind jetzt unschöne Flecken entstanden. Sowas von ärgerlich! Ich wüsste auch nicht, wie ich das anders hätte machen sollen.

Wenigstens schnurrt mein Spinnrad jetzt wieder. Und das ist doch eigentlich die Hauptsache... obwohl mich die Flecken trotzdem ganz schön ärgern.

(Sonntag, 04. Dez, 2005 @ 15:41:28)

 

6.5.07 11:17


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